Was zählt ist die Qualität

 

In der modernen Ernährungslehre gelten nicht nur wissenschaftliche Gesetze, sondern vor allem biologische. Deshalb ist die Kalorienlehre eine Sackgasse, da ein Nahrungsmittel nur danach beurteilt wird, wie lange es brennt, d.h. wie viele Kalorien es hat.

 

Würden Sie das beim Kauf eines Möbelstückes auch so machen? Vermutlich nicht. Sie würden schauen, aus welchem Holz es gefertigt ist, welche Beschläge dran sind, ob die Verbindungen gut sind, ob der Lack oder das Wachs umweltfreundlich ist usw. Doch leider sind wir bei unserer Ernährung noch nicht so weit.

 

Die "Kalorien" sind noch immer in aller Munde und die meisten Menschen wählen ihre Nahrungsmittel danach aus, egal wie industriell verarbeitet sie sind. Hauptsache, sie haben wenig Kalorien.

 

Das Fatale daran ist, dass bei diesen Industrieprodukten viele Vitalstoffe (Vitamine, Mineralien, Spurenelemente, Enzyme, Farbstoffe, Aromastoffe, Faserstoffe, sekundäre Pflanzenstoffe usw.) durch die industrielle Bearbeitung zerstört werden. Das wissen die Hersteller natürlich auch und fügen deshalb oft künstliche Vitamine oder Mineralien zu. Doch die Natur kann man nicht nachmachen. Wenn das mal so einfach wäre. Man denke nur an die 5.000 - 10.000 sekundären Pflanzenstoffe, die in pflanzlicher Nahrung vorkommen und von denen viele noch gar nicht erforscht sind.

 

Fazit:

Auf die Qualität = Naturbelassenheit kommt es an. Je natürlicher und weniger bearbeitet ein Lebensmittel ist, umso vollwertiger / wertvoller ist es.

 

Unser Organismus kann mit Fastfood, Halbfertig- und Fertigprodukten (dazu zählen auch alle "Fix"-Produkte) , Weißmehl und Weißmehlprodukte, Zucker, raffinierten Fetten und all dem Zeug was bei Discountern und Supermärkten in den Regalen steht, nichts anfangen. Ihm fehlen die Werkzeuge (das sind die Vitalstoffe) zur Verstoffwechslung.

Aus diesem oft jahrzehntelangen relativen Mangel entstehen dann die sogenannten ernährungsbedingten Zivilisationskrankheiten. Da die Entwicklung dieser Krankheiten, wie schon erwähnt, oft Jahrzehnte (mindestens 20 Jahre) dauert, führt niemand diese Erkrankungen auf die Ernährung zurück.

 

Bei einer vitalstoffreichen Ernährung erübrigt sich meistens (außer es wird viel zu viel gegessen) der Blick auf die Kalorienzahl. Denn gesunde Fette und Kohlenhydrate kann der Körper ganz anders verarbeiten.